Wenn die Schweizer mal feiern dann regnet es!

So war es tatsächlich dann am Abend: kaum wollte man sich in der prächtig beleuchteten Botschaft dem Feuerwerk zuwenden, begann es wie aus Kübeln zu giessen! Und obwohl das Feuerwerk extra 10 Minuten vorgezogen wurde, waren wir nur ein paar ganz harte Schweizer, die es sich bis zum (wirklich prächtigen) Ende anschauten. 20 Minuten Feuerwerk unter ständig stärker werdendem Regen leistete sich die Schweiz resp. der Gastkanton Graubünden.

Graubünden, dieser Tourismuskanton klotzte ganz gewaltig! Er war vor allem am Volksfest präsent, mit Präsentationen, Tausenden von Gratis Essen. Fast eine Million CHF kostete der Auftritt als Gastkanton, der Kanton übernahm anscheinend davon ca. 400’000. Den Rest deckten Sponsoren. Die Bündner scheuten keine Mühe für das Fest am S-Bahnhof Friedrichstrasse! 300 Ziegen (alle gegen Maul- und Klauenseuche geimpft, worauf die peniblen Amtsstellen bestanden) wurden in fünf Lastwagen für 3 Tage aus dem Bündnerland (es waren sogar Geissen aus dem Verzasca-Tal dabei!) nach Leipzig auf eine Weide gebracht, und kamen für heute in die Hauptstadt, wo sie in einer Ziegenparade durch die Strassen zogen. Da passte auch der Auftritt Linard Bardills, der sang: „Was i nit weiss, weiss mini geiss…“. Es waren mehr als 3 Busse an Bündnern, die hierhergefahren wurden, um ihren Kanton zu vertreten. Von der Bundesrätin, über ein ganzes Musical bis zu zwei Dutzend Geissenmelkern (die jeweils am Morgen um 4 aufstehen mussten, um die Ziegen in Leipzig zu melken!) und nochmals sovielen GeissenführerInnen (die dann auch als Heidi und Geissenpeter in den traditionellen Trachten als Foto-Objekt dienten).

Alphornbläser, Kochteams und Tourismusexperten wurden alle hergebracht! Da hat sich ein Kanton die Chance gepackt, sich zu präsentieren! 

Auch die Schweizer Botschaft stellte sich noch mehr ins Rampenlicht, als sie es durch ihre Lage allein schon ist:

Vielleicht war das alles insgesamt zuviel, so dass dann die deutschen Regengötter fanden, „nö, jetzt reichts“ und den Regen zum Feuerwerk schickten…naja, wenn wir wollen, dass die Deutschen die Tourismus-Angebote der Schweiz nutzen, kann es ja nur von Vorteil sein, wenn in Berlin nicht zu schönes Wetter ist:-)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s