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Fotos Obama

Ein paar Fotos, die Andreas während der Rede und bei Obamas „Bad in der Menge“ gemacht hat. Gibt’s noch mehr, Andi? Dann werden die nämlich auch noch aufgeschaltet!

 

Für Interessierte: unterdessen ist auf youtube das Video von Obamas Rede aufgeschaltet.

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Obamas Rede

Das anfangs Unglaubliche ist wahr geworden: Obama war hier und ich habe ihn aus nächster Nähe gesehen! Wow, war ja zunächst eher ein witziger Wunsch, den ich auf dem Blog lanciert habe, und nun hat’s geklappt.

Vielleicht ein anderes Mal noch etwas mehr zur Form mit dem ganzen Drum und Dran und ein paar Fötelis, hier aber mal ein paar Gedanken zum Inhalt der Rede:

Es gab vier Punkte, die mir sehr gefallen haben:

– Obama bezeichnete sich als Weltbürger, als „fellow citizen of the world“. Dass ein amerikanischer Präsidentschaftskandidat ins Ausland reist und öffentlich so gross auftritt und sogar etwas zu sagen hat, ist ein Grund zur Zuversicht. Wir brauchen einen amerikanischen Präsidenten, der sich nicht nur in der Uniform als Weltbürger versteht, sondern in erster Linie als Mensch.

– Obama will Mauern niederreissen „The walls between old allies on either side of the Atlantic cannot stand. The walls between the countries with the most and those with the least cannot stand. The walls between races and tribes; natives and immigrants; Christian and Muslim and Jew cannot stand. These now are the walls we must tear down.“ Wünschen wir ihm Erfolg insbesondere für den Mittleren Osten, wo das Thema der Mauer hohe Aktualität hat.

– Obama will freien und fairen Handel. Wow, das ist mal eine Erweiterung des ewigen „free trade“!

– Und insgesamt war einfach die ganze Rede ein Bekenntnis zu einer friedlicheren, multilateralen, freien Welt, und eine gesunde Umwelt z.B. mit der konkreten Perspektive, die Welt atomwaffenfrei zu machen.

Nun, es gab natürlich auch ein bisschen etwas zu kritisieren:

– Die ganze Rede war etwas zu amerikanisch, ein Teil der Botschaften war eindeutig nicht an die Deutschen gerichtet, und wurden entsprechend von dem Publikum auch nicht so begeistert oder eher gleichgültig aufgenommen. Z.B. der Pathos der Worte „opportunity and prosperity“ zieht einfach nicht so sehr, auch wurde Berlin ein bisschen zu stark mythologisiert und mehr aus der Vergangenheit denn aus der Gegenwart betrachtet.

– Auch etwas schöngeredet waren die amerikanischen Fehler in der Aussenpolitik, die eher allgemein unter der Überschrift: „Wir haben auf beiden Seiten des Atlantiks Fehler gemacht“ abgehandelt wurden.

– Schliesslich schluckte ich etwas leer, als sich nach einem Satz mit den Worten „shared sacrifice“ Applaus erhob. So sehr Realist bin ich wohl nicht, dass ich bei diesem Euphemismus für die Forderung, dass sich auch Deutsche an den wirklich dreckigen Jobs des Krieges in Afghanistan beteiligen sollen, Beifall klatsche.

Insgesamt überwiegt aber deutlich das Positive, auch wenn manche Punkte Menschen in Europa, die die USA nicht so gut kennen vielleicht etwas schräg reinkommen. Man muss wohl akzeptieren, dass die Rede auch an den amerikanischen Wahlkampf gerichtet war.

Wenn sich auch nur ein Teil dieser Perspektiven erfüllt, dann haben wir einen Präsidenten, über den wir uns freuen können. Und ich sage bewusst, „wir“ haben einen Präsidenten, denn (leider?) ist es so, dass die ganze Welt davon betroffen ist, welche Politik die USA machen (abgesehen davon, dass ich die USA eigentlich recht gut mag:-). Es gibt Grund zur Hoffnung, auch wenn das selbstverständliche Risiko besteht, dass Obama zur grössten Enttäuschung in der amerikanischen Geschichte wird. Aber ich sehe die Möglichkeit, dass Obama seine Landsleute inspiriert, und die Aussenpolitik der USA nicht nur in Truppenpotenz sieht, sondern in den Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit. Hoffen wir, dass den inspirierenden Worten auch inspirierende Taten folgen!

Yes he comes!

Ladies and Gentlemen – please get ready to welcome the next President of the United States of America in Berlin!

Obama hat anscheinend seinen Besuch in Berlin nun angemeldet. Und schon streiten sich die Politiker hier, ob er seine Rede vor dem Brandenburger Tor halten darf oder nicht. Denn das Brandenburger Tor sei für ganz besondere historische Momente reserviert. Darf man da einen amerikanischen Politiker Wahlkampf machen lassen? Diese Frage spaltet sogar die Bundesregierung

Obwohl unterdessen in Amerika die Kritik von liberaler Seite wächst, dass sich Obama zu sehr in die Mitte bewegt, sind wir gespannt, und können es nicht erwarten, Obama am 24. Juli zu sehen, zu hören, und ihm die Hand zu schütteln…dream on, boy!

 

PS: Obama hat auf die Vorwürfe des Opportunismus reagiert, und eine recht hübsche Aussage gemacht:

„Voters should understand that they rarely will find themselves in 100 percent agreement with me. But don’t assume that’s because I’m just doing it for political reasons. That just means we disagree.” 

Ich finde es ziemlich bemerkenswert, dass ein Politiker darauf hinweist, dass er nicht mit seinen Wählern einig ist. Dass 100%-ige Einigkeit in der Praxis überhaupt nicht möglich ist. Hoffen wir, dass diese Sachlichkeit sich ausbreitet, und die Politik wieder etwas entemotionalisiert wird!

Ob wohl Obama auch schon bald Berliner ist?

 

Obama speakingWho would have thought that there might be a chance to meet the next President of the United States in Berlin! Everybody knows that JFK was here, but now…well, I confess, the chances are small…but according to the NYT there is going to be a visit of Obama to the Middle East and Germany, France and the United Kingdom.

Why shouldn’t he visit the capital of Germany?

I think Berlin would be most glad to welcome him here. And – that’s what the American I had met told me – „He is gonna come to Europe as a Rockstar“. And he inspires Americans (and others) all over the world to engage in politics, to make change happen. Even at the local street party „Bergmannstrassenfest“ there was an organisation of expat-Americans who tried to encourage Americans in Germany to register to vote. 

Well, I know that the chances are so small to see him, even if he comes to Berlin. But, is this actually a reason to stop dreaming?

Kommt er auch persönlich nach Berlin?